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Thema: Frauendiskriminierung


Was ist Frauendiskriminierung?
Antwort: Eine Benachteiligung von Frauen aufgrund des Geschlechtes: Zu berücksichtigen ist, dass Diskriminierung von Frauen nicht immer nur von Männern ausgeht!!
 

Beispiele für Frauendiskriminierung?

1) Frauendiskriminierung bei der Ausbildung,
Eine Benachteiligung von Frauen bei der Ausbildung tritt ein, wenn Frauen schwierigere Aufgaben zu erledigen bekommt als ein Mann.

2) Frauendiskriminierung bei der Bewerbung,
Frauendiskriminierung entsteht, wenn Frauen dannach gefragt werden, wer das Kind wie betreut (Männer werden danach nie gefragt. Allerdings haben viele Frauen gar keine Kinder, insbesondere Karrierefrauen sind häufiger kinderlos. )
Frauen werden für gewisse Jobs gar nicht in Betracht gezogen, weil sie noch schwanger werden könnte.

3) Frauendiskriminierung im Job, wenn frau mehr leisten muss, weil sie von KollegInnen und MitarbeiterInnen (!) weniger Unterstützung bekommt als der männliche Kollege und gleichzeitig wesentlich kritischer beobachtet wird. Weibliche (!) wie männliche Kollegen und Mitarbeiter trauen sich gegenüber Frauen "mehr herausnehmen" (im Ton, im Anspruch etc.)

4) Frauendiskriminierung bei der Entlohnung,
Wenn eine Frau für gleiche Leistung (oder mehr) weniger Lohn erhält. (siehe auch => Einkommensschere. (Mir persönlich hat einmal eine männliche Führungskraft erklärt, dass er viel lieber mit Frauen als Mitarbeiterinnen arbeitet, da sie ja besser sein - und, wie er mit einem Lächeln dazufügte, auch billiger....)

5) Frauendiskriminierung bei der Kindererziehung, wenn Väter selbstverständlich erwarten, dass Mama sich bei Elternabenden in Warteschlangen anstellt, sich bei LehrerInnen um gute Kontakte bemüht oder die Schelte für die Kinder abholt etc.

6) Frauendiskriminierung durch den Vater des Kindes,
wenn er seinem Kind weder Betreuungszeit noch Geld für angemessene Betreuung (damit die Mutter arbeiten gehen kann) und für angemessene Kleidung, Ausrüstung etc. zur Verfügung stellen will.

7) Frauendiskriminierung bei Gericht,
wenn bei Verhandlungen, nicht nur bei Alimentationsstreitigkeiten etc. der Frau alles untersagt wird, was den Mann nur irgendwie aufregen könnte, aber die Frau jederzeit beschimpft werden kann.

8) Frauendiskriminierung in Filmen, Medien und der Justiz,
wenn nachweislich hauptsächlich Frauen das Opfer von Gewalt sind (und auch so dargestellt werden), aber sie nachweislich zu wenig Schutz durch offizielle Stellen bekommen. Sonst wäre es nicht möglich, dass immer wieder Frauen von Ex-Ehemännern oder Ex-Freunden umgebracht werden, NACHDEM sie um Schutz bei der Polizei, bei Gerichten angesucht haben.

9) Frauendiskriminierung von der Gesellschaft,
wenn Frauen einerseits die Kinder gebären soll, aber gleichzeitig damit rechnen muss, dass sie aufgrund der Kinder vor allem als Alleinerzieherin in die Armutsfalle tappen, weil weder Vater noch Gesellschaft für ein angemessenes Leben sorgen können oder wollen - eine Armut übrigens, die sich bis in die Pension zieht.

10) Frauendiskriminierung beim Friseur, wenn eine Frau für die gleiche Dienstleistung WESENTLICH mehr bezahlt als ein Mann. Wenn beispielsweise eine Frauen für einen 10-minütigen Kurzhaarschnitt mehr bezahlen muss, als ein Mann, so ist dies klar diskriminierend.
 
 

Exkurs: Mangelde Chancengleichheit international betrachtet:
Geht es um einen internationalen Vergleich der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, hat sich in Österreich die Ungleichheit im Vergleich zum Vorjahr noch verschlechtert. Das geht aus dem "Global Gender Gap Report 2007" des Weltwirtschaftsforums in Genf (CH) hervor, laut dem Österreich auf Platz 27 liegt. Beim Kriterium "Chancengleichheit von Mann und Frau in der Wirtschaft" belegt Österreich den mieserablen 89. Platz von 128 Plätzen. Für Frauenministerin Doris Bures (SPÖ) ist das "nicht zufriedenstellend".

Anmerkung: "The Gobal Gender Report 2007 was supported by Women Leaders Programme Partners: Carlson Companies, Ernst & Young, Goldman Sachs, Manpower, McKinsey, Nike, NYSE Euronext" => sagt aufgrund der Befangenheit wenig über die Männerdiskriminierung in den verschiedenen Ländern aus.
Qu: Studie des Weltwirtschaftsforum (WEF), die am 8. Nov. 2007 in New York veröffentlicht wurde.

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Wohin kann man sich wegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts wenden?
Gleichbehandlungsanwaltschaft   ( Chefin ist dort die Frauenministerin Heinisch-Hosek, SPÖ)
Taubstummengasse 11, 1040 Wien
Kontakt für telefonische Anfragen aus ganz Österreich zum Nulltarif: 0800 206 119
E-mail: gaw@bka.gv.at

Wenn Sie grundsätzlich etwas ändern wollen
=> Nationalratswahl      => Parteiprogramme

Weiterführende Informationen:

* Männerdiskriminierung (zum Trost für die Frauen)
* Mehr Informationen über die => Frauendiskriminierung auf Wien-konkret, dem Stadtmagazin für Wien


Impressum: www.frauendiskriminierung.at